Erster Schultag
Der Morgen begann damit, dass ich mich in Panik versetzte, weil ich mein Handy nicht finden konnte. So vergingen 10 Minuten, indem ich das ganze Haus durchsuchte. Schlussendlich errinnerte ich mich daran, dass ich mein Handy in meinen Schulsack eingepackt habe. -.-
Meine Bushaltestelle war nicht weit von unserem Haus. Genauer gesagt war es ein paar Meter vom Haus entfernt. Waehrend ich auf dem Bus wartete, wurde ich nervoes. Wie sind wohl die Leute im Highschool? Werde ich mich gut integrieren koennen? Ausser mir warteten auch zwei andere Jungs. Sie wohnten ein paar Haeuser weiter entfernt. Die beiden waren echt freundlich, ich denke ich werde mich gut mit ihnen auskommen. Also warteten wir zu dritt auf dem Schulsbus. Der Bus hatte es ueberhaupt nicht eilig. Er liess uns etwa 20 Minuten warten, bis es langsam ankam. Und sie war genau so, wie man es in Filmen sah: Gelb, mit schwarzen Linien drumherum. Ausser uns war niemand im Bus. Der Fahrt dauerte recht lange, weil der Fahrer einen Umweg macht, in Erwartung, andere SchuelerInnen abzuholen. Nur dumm, dass niemand mehr auf dem Bus wartete.
Als ich die Schule betratt, befahl mir als Erstes ein Lehrer, ich solle meinen T-Shirt in die Hose stecken. Es gehoert halt zu einer von den komischen Regeln, die sie hier an der Schule haben. Ich hasse dieser Regel, weil es mir das Gefuehl gibt, ich sei ein Idiot. Unzufrieden begab ich mich zur Cafeteria. Dort fuehlte ich mich verloren, weil ich niemand kannte und nicht wusste, was zu machen. Schliesslich wurden wir in das Auditorium gerufen. Die Rektorin hielt eine lange und auch langweilige Rede, die mich sowieso nicht allzu gross interessierte. Als sie fertig war, stroemte die Menge in ihre Klassenzimmern. Meine erste Stunde war Chemie. Die Chemieklasse bestand aus etwa 12 Personen. Es war nicht lange bis die ersten herausfanden, dass ich ein Austauschschueler war. Wir unterhielten uns sehr kurz bis die Stunde anfing.
Etwas, was anders ist in der USA, ist, dass man keine "feste" Klasse hat. Nach der Chemiestunde liefen sie sofort in ihre naechsten Klasse. Man hat eben nur 5 Minuten Pause zwischen jeder Klasse (Nicht einmal genug Zeit, um auf die Toilette zu gehen. Die Schule hier hat absolut Null Toleranz fuer Unpuenklichkeit). In der zweiten Stunde hatte ich Latein. Die Lateinklasse bestand wieder aus etwa 14 neue, unbekannte Gesichtern. Und so war es auch in alle anderen Klasse, obwohl es schon Einzelne gab, die mehr als eine gleiche Klasse hatten wie ich. Was ich damit andeuten moechte, dass es fuer mich sehr schwierig war, gleich am ersten Tag viele neue Bekannschaften zu machen. Auch wussten die meisten nicht, dass ich ein Austauschschueler war (sogar einige LehrerInnen wussten es nicht!). Somit war ich ein einsamer Fremder in einer grossen Schule.
Die Stunden waren langweilig, so wie sie immer schon waren. Gleich in der ersten Stunde habe ich mich gewundert, warum ich mich so auf die Schule gefreut habe.
Das Essen ist verdammt billig, nur $1.50 fuer eine Mahlzeit. Dafuer ist es nicht allzu gross, man wird nicht satt. Auch hat man nur 25 Minuten Mittagspause, was in meiner Meinung und sicherlich in Meinung von vielen anderen beschissen ist. Dafuer fehlt es an einem Mittagsschlaefchen.
Die meisten SchuelerInnen wirken aber sehr nett und freundlich. Die LehrerInnen sind wirklich sehr humorvoll und witzig. Auch sind Sie sie sehr offen.
Also kurz gesagt, der erste Schultag war nicht gerade das, was ich erwartet oder erhofft habe. Aber natuerlich liegt es daran, weil alles noch sehr neu und fremd erscheint. Man kann also sagen, es kann nur noch besser werden (Trotzdem keine Lust mehr in die Schule zu gehen! Brauche wieder Ferien!!! xD).

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