Mittwoch, 31. August 2011

Zum ersten Mal in der Stunde eingeschlafen xD

Es war gerade die letzte Stunde vom Tag. Ich hockte in der Physikstunde und hoerte die Lehrerin fleissig zu. Nun, das war nur am Anfang so. Doch die Muedigkeit ueberwaeltigte mich, da ich gestern sehr spaet ins Bett ging und wie immer sehr frueh aufstehen musste. Schliesslich kam der Moment als ich meine Augen schloss und einschlief. Gleich darauf rief die Lehrerin meinen Namen. Ich wachte sofort auf. Jedoch war sie nicht wuetend. Sie hatte fast einen besorgten Blick gehabt. Sie schaute mich an und fragte mich, ob ich Wii spielen moechte (Wir haben naehmlich einen Wii im anderen Zimmer). Anscheinend dachte sie, ich langweile mich oder so. Natuerlich war ich beschaemt mit mir selber, darum sagte ich nein (ich waere sowieso nicht gegangen xD). Sie fuhr mit dem Unterricht fort. Wir waren eben an einer Textaufgabe dran, und als ich aufwachte war sie gerade fertig. Sie erkundigte sich in der Klasse, ob jemand noch eine Frage zu dieser Textaufgabe hatte. In diesem Moment fiel mir etwas in der Rechnung auf, und ich fragte sie sofort danach. Zuerst wollte sie antworten, dann hielt sie inne und sagte zu der Klasse: "Ist das nicht erstaunlich? Dieser Typ wacht soeben auf und hat schon eine gute Frage im Kopf."
Ich war erstaunt. In der Schweiz werde ich normalerweise bestraft, wenn ich einschlafe. Aber meine Physiklehrerin nahm es sehr gelassen und lobte mich sogar fuer die Frage, die ich gestellt habe. Das nenn ich mal aufmerksam im Unterricht sein! xD

Sonntag, 21. August 2011

Die Lustigsten Quoten letzter Woche

1. "Wie spricht man dein Nachname aus? Leo..., Leou...., Lee......"
    "Leung."
    "Wie?"
    "Leung."
    "Kannst du es bitte buchstabieren?"

2. "Ist Schweden nicht beruehmt fuer ihre Kaese?"

3. "Fluchen die Schweizer?"

4. "Bist du nicht aus Singapur?"

5. "Du trinkst?!? Du bist ab jetzt mein bester Freund!"

6. "Hey Joshua! Wir sollten Freunde sein!"
    "Ehh........Ok."

7. "Ich verstehe nicht, warum du die Schweiz verlassen hast. Sie machen doch sooooo feine Schokolade."

8. "Habt ihr in der Schweiz auch so etwas wie 'Gangs'? Oder Mafia?

9. "Wie nennst du eine Person, die zwei Sprachen sprechen kann?" - "Bilingual"
    "Wie nennst du eine Person, die nur eine Sprache sprechen kann?" - "Amerikaner"

Montag, 15. August 2011

Erster Schultag

Der Morgen begann damit, dass ich mich in Panik versetzte, weil ich mein Handy nicht finden konnte. So vergingen 10 Minuten, indem ich das ganze Haus durchsuchte. Schlussendlich errinnerte ich mich daran, dass ich mein Handy in meinen Schulsack eingepackt habe. -.-
Meine Bushaltestelle war nicht weit von unserem Haus. Genauer gesagt war es ein paar Meter vom Haus entfernt. Waehrend ich auf dem Bus wartete, wurde ich nervoes. Wie sind wohl die Leute im Highschool? Werde ich mich gut integrieren koennen? Ausser mir warteten auch zwei andere Jungs. Sie wohnten ein paar Haeuser weiter entfernt. Die beiden waren echt freundlich, ich denke ich werde mich gut mit ihnen auskommen. Also warteten wir zu dritt auf dem Schulsbus. Der Bus hatte es ueberhaupt nicht eilig. Er liess uns etwa 20 Minuten warten, bis es langsam ankam. Und sie war genau so, wie man es in Filmen sah: Gelb, mit schwarzen Linien drumherum. Ausser uns war niemand im Bus. Der Fahrt dauerte recht lange, weil der Fahrer einen Umweg macht, in Erwartung, andere SchuelerInnen abzuholen. Nur dumm, dass niemand mehr auf dem Bus wartete.
Als ich die Schule betratt, befahl mir als Erstes ein Lehrer, ich solle meinen T-Shirt in die Hose stecken. Es gehoert halt zu einer von den komischen Regeln, die sie hier an der Schule haben. Ich hasse dieser Regel, weil es mir das Gefuehl gibt, ich sei ein Idiot. Unzufrieden begab ich mich zur Cafeteria. Dort fuehlte ich mich verloren, weil ich niemand kannte und nicht wusste, was zu machen. Schliesslich wurden wir in das Auditorium gerufen. Die Rektorin hielt eine lange und auch langweilige Rede, die mich sowieso nicht allzu gross interessierte. Als sie fertig war, stroemte die Menge in ihre Klassenzimmern. Meine erste Stunde war Chemie. Die Chemieklasse bestand aus etwa 12 Personen. Es war nicht lange bis die ersten herausfanden, dass ich ein Austauschschueler war. Wir unterhielten uns sehr kurz bis die Stunde anfing.
Etwas, was anders ist in der USA, ist, dass man keine "feste" Klasse hat. Nach der Chemiestunde liefen sie sofort in ihre naechsten Klasse. Man hat eben nur 5 Minuten Pause zwischen jeder Klasse (Nicht einmal genug Zeit, um auf die Toilette zu gehen. Die Schule hier hat absolut Null Toleranz fuer Unpuenklichkeit). In der zweiten Stunde hatte ich Latein. Die Lateinklasse bestand wieder aus etwa 14 neue, unbekannte Gesichtern. Und so war es auch in alle anderen Klasse, obwohl es schon Einzelne gab, die mehr als eine gleiche Klasse hatten wie ich. Was ich damit andeuten moechte, dass es fuer mich sehr schwierig war, gleich am ersten Tag viele neue Bekannschaften zu machen. Auch wussten die meisten nicht, dass ich ein Austauschschueler war (sogar einige LehrerInnen wussten es nicht!). Somit war ich ein einsamer Fremder in einer grossen Schule.
Die Stunden waren langweilig, so wie sie immer schon waren. Gleich in der ersten Stunde habe ich mich gewundert, warum ich mich so auf die Schule gefreut habe.
Das Essen ist verdammt billig, nur $1.50 fuer eine Mahlzeit. Dafuer ist es nicht allzu gross, man wird nicht satt. Auch hat man nur 25 Minuten Mittagspause, was in meiner Meinung und sicherlich in Meinung von vielen anderen beschissen ist. Dafuer fehlt es an einem Mittagsschlaefchen.
Die meisten SchuelerInnen wirken aber sehr nett und freundlich. Die LehrerInnen sind wirklich sehr humorvoll und witzig. Auch sind Sie sie sehr offen.

Also kurz gesagt, der erste Schultag war nicht gerade das, was ich erwartet oder erhofft habe. Aber natuerlich liegt es daran, weil alles noch sehr neu und fremd erscheint. Man kann also sagen, es kann nur noch besser werden (Trotzdem keine Lust mehr in die Schule zu gehen! Brauche wieder Ferien!!! xD).

Samstag, 13. August 2011

Amerikaner koennen so viel!!!!

Gestern Abend wurde ich von einer amerikanischer Familie zum Essen eingeladen. Ich war nicht der einzige Gast. Eine Kollegin von ihnen in Alter von 14 kam mit uns mit. Wir assen im Ruby Tuesday. Waehrend des Essens fand ich heraus, dass die Mutter von der Kollegin Deutsche war, und das sie Deutsch sprach. Begeistert von der Vorstellung, wieder Mal die Deutsche Sprache einzusetzen, begaben wir uns nach der Mahlzeit zu ihrem Haus. Angekommen begruesste mich ihre Mutter, die sehr nett wirkte. Als dann bekannt wurde, dass ich auch die Deutsche Sprache beherrschte, begann sie mit mir in Deutsch zu reden. Und genau das sagte sie:

"Guten Tag, wie geht es Ihnen? Ich komme aus Wiess-Baden."

Und das wars. Keine lange Gespraeche. Erst dann kam mir die Woerter von meinem Vater in Sinn:

"Wenn ein Ami sagt, dass er/sie eine Sprache sprechen kann, dann meint er/sie, dass er/sie 'Guten Tag, 'Wie geht es Ihnen' und 'Auf Wiedersehen' sagen kann. Nur schon diese drei Saetze bilden sie sich schon ein, dass sie die Sprache beherrschen."

Jedenfalls war es ein schoener Abend mit viel Humor und Gespraechstoff. Beim Abschied sagte die "deutschsprechende" Mutter zu mir: "Guten Abend."

Dienstag, 9. August 2011

Im Gerichtssaal

Ehrlich gesagt war der heutige Tag eine Zeitverschwendung. Jedoch war der heutige Prozess nicht ohne Grund:

Seit dieses Jahr gibt es einen neuen Regel im Staat, das besagt, dass alle AustauschsschuelerInnen einen Prozess durchfuehren muessen, damit sie bleiben duerfen. Das ist eben so, weil in den letzten paar Jahren Jugendliche von anderen Staaten von ihren Eltern rausgeworfen wurden und im Staat Alabama Unterschlupf fanden und zur Schule gingen. Leider schnitten sie in der Schule schlecht ab, so dass die Schulen schlechter fuehrte. Dies fuehrte dazu, dass die Regierung eingriff und die ganze Lehrkraft feuerte und neu ersetzte. Um das zu vermeiden, wird jetzt jedes Mal einen Prozess durchgefuehrt.

Da war ich nun im Gerichtssaal und wartete auf mein "Schicksal". Termin war eigentlich um 2 Uhr nachmittags, aber die Anwaelte und der Richter liessen uns noch 15 Minuten laenger warten, bis sie kamen. Alle nahmen Platz: Ich mit meiner Anwaeltin auf der linken Seite und meine Gastmutter mit ihren Anwalt auf der Rechten. Ich fuehlte mich wie ein Krimineller, der jetzt verurteilt wird. Nur war das nicht der Fall. Der Prozess verlief ganz schnell, so ca. 10 Minuten. Es gab nicht viel zu besprechen. Schliesslich waren beide auf der selben Seite. Als es dann fertig war, schuettelte mir meine Anwaeltin meine Hand und wuenschte mir Glueck. Dasselbe erfolgte sich beim anderen Anwalt und beim Richter. Und gemeinsam verliessen wir das Gerichtssaal. Ich hoffe, das war das letzte Mal, dass ich ein Gerichtssaal besuchen muss.

Somit beginnt nun offiziel mein Austauschjahr!

Sonntag, 7. August 2011

Der Flug

Die Reise kam zuerst mal anders, als ich es erwartet habe.

Der erste Flug begann in Zuerich, wo ich mich von meine Eltern verabschiedete. Ich war einbisschen traurig, aber euch gespannt auf das Austauschjahr. Zwar konnte ich es immer noch nicht fassen, dass ich fuer ein Jahr weggehe, aber dieses Gefuehl vergeht dann bestimmt, wenn ich mit der Schule anfange.
Jedenfalls sass ich im Flugzeug zwischen zwei gigantische Personen, die eine, eine Frau, der andere, ein Mann. Ich fuehlte mich sehr klein zwischen den Beiden. Als ich einmal auf die Toilette musste, stupste ich den Mann leicht an. Da er keine Reaktion zeigte, schubste ich ihn leicht an. Sofort schaute er mich an und war beleidigt: "Wenn es geht kannst du einbisschen leichter schubsen." Naja, ich gib zu, dass ich den Mann hasse. Sonst geschah nichts mehr Spannendes auf dem ersten Flug.
Nach etlichen Stunden kam das Flugzeug in Atlanta an. Ich fuehlte mich verloren alleine in dem riesigen und unbekannten Flughafen.
Und somit begann meine Pech-Straehne.
Sogleich begab ich mich zum naechsten "Gate". Ich sah, dass das Flugzeug zum Einsteigen bereit war. Da aber eine recht grosse Menge vor dem Tor zur Flugzeug standen, hockte ich ab und wartete, bis sie ins Flugzeug gestiegen sind. Jedoch bewegten sie sich nicht, sondern warteten nur. Als ich dann merkte, dass der "Gate" bald schliessen wird, lief ich vorne zum Schalter. Leider kam ich zu spaet. Bestuerzt sah ich zu, wie die Frau das Tor schloss und keine weitere Personen mehr durchliess. Gluecklicherweise schickte sie mich zum naechsten Flug, dass 10 Minuten nachher haette abfliegen sollen. Dazu kam es nicht.
Wie sich herausstellte, war das Flugzeug noch unter Reparatur. Wir mussten etwa 5 Stunden im Flughafen warten. Zum Glueck konnte ich noch meine Familie Bescheid geben, dass ich spaeter als erwartet ankommen werde. Je laenger ich wartete, desto mehr hatte ich das Gefuehl, dass ich womoeglich erst morgens abfliegen werde. Einige gaben auf und gingen in das Hotel, das fuer uns zur Verfuegung stand. Andere, inklusive ich, warteten weiter. Dann endlich, um die 8 Uhr meldete uns die Frau, dass das Flugzeug nun bestiegen werden kann. Voller Erleichtung stiegen wir in das Flugzeug.
Dieser Flug dauerte sehr kurz. Bevor ich mich richtig zum Schlafen einrichten konnte, meldete sich der Kaepitan, dass sie jetzt landen werden.
Angekommen rief ich meine Gastfamilie an, die mich sogleich mit dem Auto abholten.
Schlussendlich bin ich sicher angekommen, mit nur einen Hauch von Jet-Lag. Die Familie ist sehr nett und freundlich. Und sie haben einen kleinen Hund. Wenn er nicht laut am bellen ist, ist er recht niedlich. ^^

Falls mich jemand in Skype finden will, mein Skype-Name lautet joshimitsu31. Sonst bin ich meistens in Facebook.